Zeitgewinn und hohe Flexibilität durch webbasierte Planung mit SAP® BW-BPS
Die Zurich Financial Services Group ist ein im Versicherungsgeschäft verankerter Finanzdienstleister mit einem globalen Netzwerk von Tochtergesellschaften und Filialen in Europa und Nordamerika sowie im asiatisch-pazifischen Raum.
Das 1872 gegründete Unternehmen mit Sitz in der Schweiz erbringt seine Dienstleistungen mittlerweile in mehr als 120 Ländern.
„Für Global Corporate in Europe bedeutet das Planungstool einen großen Schritt in der Professionalisierung der Planung. Zuverlässigkeit und Zeitgewinn während der Planungsphase sowie erhöhte Flexibilität und Gewährleistung der Konsistenz bei der Analyse und Rapportierung der Pläne sind die Hauptmerkmale der neuen Applikation. Die cundus AG hat in der kurzen Umsetzungsphase mit spezifischem Fachwissen und dem Verständnis für das Gesamtbild maßgeblich zum Erfolg beigetragen.”
Martin Becker, Zurich Global Corporate in Europe, Strategic Planning Manager
Die Situation
Der Bereich GCiE (Global Corporate in Europe) verwendete für seine bisherige Planung mehr als 40 Excel Sheets, die dezentral von jedem Land bearbeitet werden.
Mit zunehmender Expansion des Unternehmens führte dieser Prozess zu einem enormen Zeit- und Ressourcenaufwand. Die Nachteile der excelbasierten Planung, wie fehlende Integration, Fehleranfälligkeit aufgrund von manueller Datenübertragung oder fehlende Synchronisation, wurden immer deutlicher.
Die Aufgabe
Das Projekt GCiE Planning zielte vor allem auf die Integration der Planungsprozesse, der einheitlichen Datenbasis (single point of truth) und des zeitnahen Reportings der Planungsergebnisse. Der Fokus lag auf einer Planungsanwendung, die eine monatliche Planung versicherungstypischer Kennzahlen wie „Prämien”, „Schäden” oder „Aufwandsentschädigungen” ermöglicht.
Auf Basis dieser Plandaten können Forecasts sowie verschiedene Szenarien für “profit and loss statements”, „balance sheet statements” und „cash flow statements” abgebildet werden. Dabei musste ein komplexes Berechtigungskonzept umgesetzt werden, das strenge Unterscheidungen nach Ländern und Business Units berücksichtigt.
Die Basis für die Planungsprozesse bildeten die Ist-Daten, die ebenfalls integriert werden mussten. Die Ergebnisse der Planungsapplikation sollen realtime für das Reporting zur Verfügung stehen.
Innerhalb des Reportings galt die Forderung, die Daten nach einer Management und einer Legal View analysieren zu können. Durch die webbasierte Umsetzung konnte ein Single point of entry gewährleistet werden.
Die Besonderheiten
Das Projekt war geprägt von der Interaktivität und der Komplexität der versicherungsspezifischen Planungsprozesse, die im Zuge der Realisierung mehrfach auf den Prüfstand gestellt und angepasst wurden. Dies konnte nur in engem Kontakt mit der Fachabteilung erreicht werden, die aktiv bei der Prozessdefinition eingebunden war. Die Komplexität der Prozesse spiegelt sich in den aufwändigen Planungsfunktionen vom Typ Formel Fox wider, die dennoch hoch performant durchgeführt werden können. Eine hohe Bedeutung innerhalb des Projektes kam der Flexibilität der Planungsanwendung zu. So wurde durch die Implementierung einer Versionierung den Anwendern die Möglichkeit zur Simulation verschiedener Planungsszenarien gegeben.
Das Projekt unterlag einer besonderen Aufmerksamkeit, da es die erste Planungsapplikation war, die mit SAP NetWeaver® 2004 umgesetzt wurde. Nach nur vier Monaten Entwicklungszeit wurde die Planungsanwendung produktiv gesetzt und löste die alte excelbasierte Planungslösung ab. Durch den Einsatz der Webtechnologie und der damit verbundenen benutzerfreundlichen intuitiv bedienbaren Oberfläche wurde die Akzeptanz dieser auf SAP® BW-BPS beruhenden Planungsapplikation wesentlich erhöht. Gleichzeitig ist es gelungen, eine auf gemeinsamen Stammdaten aufbauende, nach einheitlichen Prozessen ablaufende Planung zu implementieren. Die GCiE zugehörigen Länder können nun nach einem standardisierten Verfahren ihre Plandaten eingeben und reporten. Damit werden die Planungsergebnisse vergleichbar und erhöhen die Transparenz. Durch die webbasierte Umsetzung konnte ein single point of entry gewährleistet werden.
Die Technologie
Als Business Intelligence Plattform wurde SAP NetWeaver® 2004 gewählt, da hier alle erforderlichen Bestandteile für den Aufbau einer integrierten Planungs- und Reportingapplikation bereitgestellt werden. Die Planungsprozesse wurden mit der Komponente SAP® BW-BPS umgesetzt, wobei sowohl Content-Funktionen als auch eigendefinierte Planungsfunktionen zum Einsatz kamen. Als Eingabe für die Planer wurde mit dem Web Interface Builder ein webfähiges Eingabelayout geschaffen, das einen flexiblen dezentralen Zugriff jederzeit, und unter Berücksichtigung des Berechtigungskonzeptes auf die Daten ermöglicht. Die Speicherung der Daten erfolgt zentral im Data-Warehouse, so dass alle User eine gemeinsame Datenbasis vorfinden (single point of truth). In der Planungsapplikation wurde durch Reiterkartentechnik das Reporting integriert, so dass innerhalb der Planungssitzung die Plandaten und auch die daraus resultierenden Webberichte des Balance Statements und des Cash Flow Statements analysiert werden können.
Zusätzlich zu den SAP-Standards setzt die Zurich Financial Group den cundus BI-Publisher ein, um die Ergebnisse aus der Planungsapplikation per Knopfdruck automatisiert in PowerPoint-Präsentationen einzubinden. Dieser monatlich wiederkehrende Prozess konnte durch den Einsatz des BI-Publisher wesentlich verkürzt werden.





